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Untersuchungen zur Optimierung der Elektrobetäubung beim Schwein

unterstützt von der Förderergesellschaft für Fleischforschung

Ziel dieses Versuchsvorhabens ist es die elektrische Betäubung beim Schlachtschwein zu optimieren, indem die relative Dauer des benötigten Stromflusses bei der elektrischen Kopf- und anschließenden Herzdurchströmung für eine effektive Betäubung untersucht wird. 

                                                                                                                                                                                                                                  Kopfbetäubung Zangenansatz                                                             Herzkammerflimmern

 

Die Art der elektrischen Betäubung hat sich in den letzten Jahren weiterentwickelt. So sind Konstantspannungsgeräte in den meisten Betrieben Konstantstromgeräten gewichen, da nur durch Letztere die gesetzlich geforderte Mindeststromstärke innerhalb der ersten Sekunde sicher erreicht werden kann. Des Weiteren hat man sich größtenteils von einer reinen Kopfbetäubung entfernt und ist zu einer kombinierten Kopf- Herzdurchströmung übergegangen, wodurch ein irreversibles Herzkammerflimmern ausgelöst wird. Im Hinblick auf diese Entwicklungen soll der Einfluss der Betäubungszeit neu betrachtet werden. Sowohl die Kopf- als auch die Herzdurchströmungszeit sollen variiert werden und die Auswirkung der veränderten Durchströmungsdauer auf die Betäubungseffektivität und die Schlachtkörper- und Fleischqualität überprüft werden.

                                                                                                                                                                                                                         Fleischqualität Blutpunkte                                                 Tropfsaftverluste

 

Um die Ergebnisse veränderter Stromflusszeiten überhaupt validieren zu können, werden im ersten Versuch unterschiedliche elektrische Parameter hinsichtlich der Betäubungseffektivität miteinander verglichen. Dabei werden reine Kopfbetäubungen mit drei unterschiedlichen manuellen Betäubungsgeräten durchgeführt und der jeweils resultierende Betäubungserfolg und die Schlachtkörper- und Fleischqualität überprüft. Der zweite Versuch arbeitet ausschließlich mit einem Betäubungsgerät und feststehenden elektrischen Parametern. Allein der Parameter „Betäubungszeit“ bleibt variabel. Im zweiten Versuch werden ausschließlich Kopfbetäubungen mit einer anschließenden Herzdurchströmung durchgeführt. Zunächst sollen hier nur die Durchströmungszeiten des Herzens verändert werden und der Einfluss dieser auf die resultierende Betäubungseffektivität und die Schlachtkörper- und Fleischqualität überprüft werden. Außerdem stellt sich hier die Frage, ob eine Änderung der Herzdurchströmungszeit überhaupt einen Einfluss auf die Auslösung des Herzkammerflimmerns hat. Anschließend soll das Hauptaugenmerk auf einer veränderten Kopfbetäubungszeit liegen und in Abhängigkeit dieser die Betäubungseffektivität und die Schlachtkörper- und Fleischqualität untersucht werden. 

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Über uns

„Unsere Förderergesellschaft zeigt, wie sich kleine Einzelbeiträge zu großen Effekten summieren“ kommentiert Prof. Dr. Wolfgang Branscheid - ehemaliger Institutsleiter des MRI Kulmbach. Wir unterstützen Forschungsprojekte und fördern den Austausch zwischen Wissenschaft und unseren ca. 400 Mitliedern.

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